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Schritt 1 - Die Typisierung

Damit du aktiv zum Stammzellspender und Lebensretter werden kannst, ist es notwendig als solcher in einer Spenderdatei registriert zu sein. Das ist gar nicht schwer. Um sich registrieren zu lassen, muss dein Speichel oder dein Blut typisiert werden.

Um die Gewebemerkmale aus deinem Speichel zu ermitteln, genügt ein Wangenschleimhautabstrich mit Wattestäbchen. Ein Entnahmeset kannst du bei uns über unser Bestellformular oder telefonisch anfordern. Zudem gibt es auch zahlreiche Aktionen in ganz Sachsen und darüber hinaus, wo du dich persönlich bei unseren Mitarbeitern registrieren lassen kannst.

Alternativ dazu ist es möglich, dich auf Anfrage bundesweit in allen Zentren des Haema-Blutspendedienstes im Zuge einer Blutspende beim VKS als Stammzellspender registrieren zu lassen.

Deine Gewebemerkmale werden nach der Auswertung im Zentralen Knochenmarkspender-Register (ZKRD) gespeichert und stehen so weltweit zur Spendersuche für Leukämiepatienten zur Verfügung.

Schritt 2 - Die Bestätigungstestung

Sollte der besondere Fall eintreten, dass deine Gewebemerkmale mit denen eines Leukämiepatienten übereinstimmen, so bitten uns die behandelnden Ärzte mit dir Kontakt aufzunehmen. Das kann unter Umständen Jahre dauern, manchmal aber auch nur einige Monate.

Nach einer ausführlichen Befragung über deinen aktuellen Gesundheitszustand bitten wir dich, eine Blutprobe bei deinem Hausarzt abzugeben. Diese dient zur Absicherung des ersten Ergebnisses aus der Typisierung und für weitere Untersuchungen.

Vom Ergebnis dieser Testungen hängt es ab, ob das Transplantationszentrum dich als Spender anfordert.

Schritt 3 - Die Spendervoruntersuchung

Bei der Spendervoruntersuchung wird geklärt, ob du gesund und wirklich als Spender geeignet bist. Am Tag der Voruntersuchung wirst du deshalb gründlich untersucht. Es werden eine Blutentnahme, ein EKG und andere Kontrolluntersuchungen durchgeführt. Anschließend wirst du von einem Arzt ausführlich über den Ablauf und eventuelle Nebenwirkungen der Spende aufgeklärt.

Sind alle Untersuchungsergebnisse unauffällig, wirst du für die Spende freigegeben und wir geben den behandelnden Ärzten des Patienten grünes Licht für die Transplantation.

Schritt 4 - Die Spende

Es gibt zwei Möglichkeiten Stammzellen zu spenden - die Blutstammzellspende und die Knochenmarkspende. Das Transplantationszentrum des Patienten entscheidet dabei, welches Präparat bevorzugt wird.  Grundsätzlich kann man sagen, dass die Blutstammzellspende zu 80 % bevorzugt wird und die Knochenmarkentnahme im Verhältnis dazu nur noch selten durchgeführt wird.

Die Blutstammzellentnahme
Hierbei gewinnt man die zur Transplantation benötigten Stammzellen ähnlich einer Plasmaspende über die Armvenen des Spenders. Die Stammzellen werden dabei aus dem Blut abgesammelt. Für diese Art der Spende sind weder ein stationärer Aufenthalt noch eine Narkose notwendig.  Der Spender erhält lediglich zur Mobilisation der Zellen im Blut vier Tage lang im Vorfeld der Spende ein Medikament, durch das die Stammzellen aus dem Knochenmark für die spätere Absammlung in den Blutkreislauf übertreten können. Ähnlich wie bei einer sich ankündigenden Grippe treten dadurch Knochen- und Gliederschmerzen auf, die nach der Spende rasch abklingen.

Die Knochenmarkentnahme
Bei diesem Verfahren wird das Knochenmark aus dem Beckenkamm (nicht aus dem Rückenmark!) entnommen. Hier werden bis zu 1000 ml Knochenmark unter Vollnarkose entnommen. Der Spender wird dazu am Nachmittag vor der Spende in die Klinik aufgenommen und kann im Normalfall nach der Entnahme nach Hause gehen. Neben dem allgemeinen Narkoserisiko können im Anschluss der Spende Schmerzen im Bereich der Gesäßmuskulatur auftreten, die einem Muskelkater ähneln.

Insgesamt werden lediglich 5 % des Knochenmarks entnommen. Diese regeneriert sich innerhalb kürzester Zeit im Körper, sodass es durch die Spende zu keiner gesundheitlichen Beeinträchtigkung kommt.

Schritt 5 - Die Transplantation beim Patienten

Während du dich auf deine Spende vorbereitest, wird auch dein genetischer Zwilling, also der Patient, für die Spende konditioniert. Etwa 7 bis 14 Tage vor der Transplantation beginnt die Vorbehandlung des Patienten mittels Bestrahlung und Chemotherapie, um das erkrankte Knochenmark zu zerstören.

Direkt im Anschluss deiner Spende werden deine Blutstammzellen oder dein Knochenmark sofort durch einen Kurier zu deinem Patienten gebracht. Das Präparat wird diesem dann wie eine Blutkonserve verabreicht. So können sich die Stammzellen in den Knochenhohlräumen des Patienten ansiedeln, um neue gesunde Blutzellen zu produzieren. Nach einigen Wochen sind die gesunden Blutstammzellen nachweisbar. 3 Monate nach deiner Spende kannst du bei uns erfragen, wie es deinem Patienten geht.

Wir bringen das nach deiner Anfrage mithilfe des ZKRD in Erfahrung. Geht es deinem Patienten gut, kannst du auf Wunsch anonymen Briefkontakt mit ihm aufnehmen. Die Anonymität bleibt für mindestens zwei Jahre gewahrt. Auf gegenseitigen Wunsch kann nach Ablauf dieser Zeit persönlich Kontakt aufgenommen werden.


Falls du weitere Fragen zum Registrierungs- & Spenderprozess haben solltest besuche doch unseren FAQ-Bereich, alternativ kannst du uns auch gerne eine Nachricht über das Kontaktformular senden oder uns täglich von 08:00 Uhr bis 16:00 Uhr in der Geschäftsstelle Dresden anrufen.
Wir sind gerne für dich da!
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