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"Mein Kind hat Blutkrebs? Niemals! Gleich wach ich auf ..."

Dieser berührende Satz stammt von Anett Tränkner aus Belgern. Sie musste am eigenen Leib erfahren, dass Blutkrebs in jedem Alter zuschlägt. Ihr jüngster Sohn Robin ist bereits mit 3 Jahren an Blutkrebs erkrankt. Schon zahlreiche Chemotherapien und mehrere Transfusionen von Blutprodukten musste der kleine Kämpfer über sich ergehen lassen.

Anett Tränkner weiß, wie wichtig eine Registrierung als potenzieller Stammzellspender ist und hat eine rührende Botschaft für euch:

Man sollte sich Gedanken machen, was man mit einer Registrierung in einer Knochenmark- und Stammzellspenden-Datei alles verändern kann. Jedes Jahr erkranken 1800 Kinder in Deutschland an Krebs, der Großteil davon mit der Diagnose Leukämie. Auch mein Sohn Robin erhielt diese Diagnose am 9. Juli 2015, er war 3.  Nie vergisst man diesen schicksalhaften Tag, alles ging so schnell; Kinderarzt, Blutbild in der Elblandklinik Riesa mit anschließendem Soforttransport in die Uniklinik Dresden. Man wurde einfach aus dem Alltag gerissen, total unreal: „Mein Kind hat Blutkrebs? Niemals! Gleich wach ich auf ...“ Aber ich wurde nicht wach. Es ist die Realität. Es kann tatsächlich jeden treffen.

Nun liegt da dieser 96 Zentimeter kleine Junge, angeschnallt auf dieser Liege, weiß nicht was los ist, hat Angst. Und die Mama kann nichts tun, nur weinen und seine Hand halten. Mehr ging nicht, zu groß die Gefahr des Verblutens. Sein Körper bestand aus fast 100 Prozent Krebszellen, er war blutleer, nichts mehr da was noch seine Funktion richtig erfüllte. Er bekam sofort zwei lebensrettende Blutkonserven. Im Verlauf der 18-monatigen Intensivtherapie erhielt Robin 61(!) Transfusionen, jede einzelne davon lebensrettend. Robin wäre quasi 61 Mal gestorben ohne diese Blutspenden. Meine tiefste Dankbarkeit gilt allen Blutspendern!

Auch Knochenmark- und Stammzellspenden retten Leben. Ein Leben mit Krebs bedeutet eine tägliche Konfrontation mit dem Tod. Immer greifbar nah. Das Krankenhausleben ist anders als ein kurzer stationärer Aufenthalt. Ein zweites Zuhause quasi. Man lernte alle näher kennen, fühlte sich verbunden. 13 herzzerreißende Verluste mussten wir hinnehmen bisher. Es werden nicht diese 13 bleiben. Doch wir alle können versuchen etwas zu tun, jeder gesunde Mensch sollte registriert sein, bereit sein zu helfen in diesem Kampf.
Robin verlor seinen Freund bereits an diese schrecklichen Krankheit, man fand keinen Spender. Auch jetzt benötigt eine Freundin ganz dringend einen genetischen Zwilling.


Vom eigenen Schicksal angetrieben unterstützt uns die Familie bei zahlreichen Typisierungsaktionen. Immer wieder kommen sie uns in der Geschäftsstelle in Dresden besuchen und bringen die Proben neuer potenzieller Stammzellspender für uns mit. Wir freuen uns sehr über das Engagement!



Hast auch du eine Idee für eine Typisierungsaktion? Dann melde dich ganz einfach bei uns! Gemeinsam mit dir setzen wir deine Idee um und retten das Leben von Blutkrebspatienten weltweit!

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