Der VKS-Blog

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Nach langem Überlegen schon vorher, habe ich mich jetzt doch entschlossen es öffentlich zu machen. Einfach um darüber zu informieren und vielleicht kann man einige dazu bringen, sich auch registrieren zu lassen.

Ich hatte [am] 5.09.17 eine Stammzellenspende. Diese Stammzellen werden [...] einer Leukämie erkrankten Frau eingesetzt und ich hoffe, dass ihr somit ein neues Leben geschenkt wird.

Alles fing im Frühjahr diesen Jahres an. Der Verein für Knochenmark- und Stammzellspenden e. V. hatte mir eine Email geschrieben, dass ich als möglicher Spender in Frage käme. Die nächste Station war für mich eine Blutentnahme beim Hausarzt. Danach wurde das Blut an ein Labor gesendet, um richtig überprüft zu werden. Nach einigen Wochen meldete sich erneut der Verein bei mir. Ich kam in Frage. Meine Gefühle zu diesem Zeitpunkt konnte ich gar nicht beschreiben. Aufregung, Angst, aber vor allem Freude einem Menschen das Leben zu retten. Dann ging alles schnell. Ich musste zur Voruntersuchung in das Universitätsklinikum Leipzig. Lief alles super. Und vor allem: man hat sich wohl gefühlt. Das gesamte Team war super nett. Egal wo man hin musste, man hatte eine nette Schwester als Begleitung. So verging die Zeit wie im Flug. Und da ja bei mir alles ok ist, kam ich definitiv nun als Spenderin in Frage. Nun wurde [ich] drauf vorbereitet. Man bekam Spritzen (für vermehrte Bildung der Stammzellen), Desinfektionsspray, Tupfer und Schmerztabletten mit. Da ich mich aber nicht selbst spritzen kann, konnte ich mir einen Pflegedienst suchen (auch hierfür werden die Kosten vom Verein übernommen). Ich hatte mich für die Pflegedienst Sonnenschein GmbH entschieden und bereue meine Entscheidung keineswegs. Alle Schwestern, die früh und abends zu mir kamen, waren super nett. Wunderbar gestochen, ohne dass es einen blauen Fleck gab. Ich danke euch ganz sehr für eure tolle Unterstützung

Ja, und gestern war der große Tag. [Ich] wurde früh viertel 7 vom Taxi abgeholt (Kosten für Hin und Rückfahrt übernimmt auch der Verein). Die Fahrt war sehr entspannt. Und ja, ich war nicht aufgeregt. Kaum zu glauben aber wahr. Denn warum auch? Es ist ja keine OP. Schmerzen hatte ich auch keine von den Spritzen. Also es lief prima. Angekommen in der Klinik war der erste Weg für mich die Toilette Frauen eben....
Danach ging es ins Zimmer. Ich legte mich ins Bett und [d]ie liebe Schwester Bärbel vom Haus 32A bzw. vom Zusammen gegen den Krebs e.V. (hoffe die Verlinkung ist richtig) bereitete alles vor. Nach kurzer Erklärung ging es los. Links und rechts gabs eine Nadel in den Arm. Tat nicht weh. Und so ging es los. Mein Blut wurde in eine Maschine geleitet und in dieser wurden die Stammzellen rausgefiltert und dann kam mein Blut wieder in mich rein. Die ganze Zeit war Schwester Bärbel an meiner Seite und holte mir sogar Wärmeakkus und eine 2. Decke. Denn mir war kalt.... Das Ganze dauerte knapp 2 Stunden. Recht schnell für 130ml reine Stammzellen. An dieser Stelle möchte ich auch dem gesamten Team vom Haus 32A der Uniklinik Leipzig danken und besonders Schwester Bärbel für ihr offenes Ohr in der Zeit. Vielen lieben dank

Anschließend ging es mit Frau Schieck vom Verein zum Essen. Auch ihr möchte ich besonders für die tolle Betreuung und ihr offenes Ohr danken. Vielen lieben Dank

Aber der größte Dank gilt dem Verein. Eine super tolle Betreuung und alle Kosten wurden übernommen. Vielen lieben Dank. Ihr seid großartig

Und auch meinem Mann Christian Franke danke ich sehr für seine tolle Unterstützung.

Ich wünsche meinem genetischen Zwilling auf diesem Weg alles, alles Liebe und Gute für den weiteren Weg und hoffe auf schnelle Genesung. Bis hoffentlich in 2 Jahren.

Lasst euch registrieren. Es tut nicht weh. Ein Set könnt ihr kostenlos beim VKS anfordern.

     

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