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Alexandra Richter ist 30 Jahre alt und eine ganz normale Frau, die mit voller Leidenschaft ihrem Hobby - dem Motorsport - nachgeht. Was man ihr nicht ansieht: Im Jahr 2010 erhielt sie die Schockdiagnose Blutkrebs. Zu diesem Zeitpunkt leitete sie ihren eigenen Friseursalon. Dass mit ihr etwas nicht stimmt, merkte sie an hartnäckigen blauen Flecken, Schweißausbrüchen und langwierigen Erkältungen. Die Ärzte teilten ihr mit, dass sie nur noch maximal sechs Wochen zu leben hätte. Doch Alexandra ließ sich davon nicht abschrecken und nahm den Kampf gegen die Krankheit auf. Fünf Chemotherapien ließ die Chemnitzerin über sich ergehen, um die Leukämiezellen zu besiegen. Zunächst schien es sogar, als würde sie als Siegerin hervorgehen. Doch kurz nachdem sie wieder zum Alltag zurückgefunden hatte und ihre Arbeit als Friseuse wieder aufnahm, kam der Blutkrebs zurück. Ihre einzige Chance auf Überleben: Eine Stammzellspende ihres genetischen Zwillings. Dieser wurde zum Glück schnell gefunden.

Die Zeit vor und nach der Transplantation war für Alexandra besonders hart. Das eigene Knochenmark musste zerstört werden, ehe die neuen Stammzellen transplantiert werden konnten. Während dieser Zeit durfte sie das Krankenhaus nicht verlassen. Außerdem nahm sie bis auf 48 Kilogramm ab, verlor ihre Geschmacksnerven und hatte Fieber bis zu 42 Grad. "Im Spiegel gruselte ich mich vor mir selbst, so schlimm sah ich aus", erinnert sie sich.

Fünf Jahre ist das nun her. Heute geht es Alexandra relativ gut, doch die neuen Zellen haben ihre Spuren hinterlassen. So steht in ihrem Ausweis eine andere Blutgruppe als vor der Transplantation: 0 statt A. Außerdem reist sie sehr gerne, genießt das Leben viel intensiver und hat den Motorsport für sich entdeckt. Auf ihr außergewöhnliches Hobby stieß sie dabei eher durch Zufall. "Das ist so ein Adrenalinkick, wenn ich auf dem Beifahrersitz im feuerfesten Anzug mit Helm auf dem Kopf, mehrfach angeschnallt dem Fahrer über das Mikrofon die Kommandos für die Wegstrecke gebe", schwärmt sie über ihr neues Hobby, bei dem sie in Autos sitzt, die bis zu 200 PS haben.

Da sie weiß, wie wichtig die Suche nach dem passenden Spender ist, engagiert sie sich ehrenamtlich für unseren Verein. Gemeinsam mit ihr haben wir schon zahlreiche Typisierungsaktionen durchgeführt und viele neue potenzielle Stammzellspender gewonnen.

Alexandra Richter

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