Meine Stammzellspende

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Steve Vogel berichtet über seine Stammzellspende

Alles fing an mit einem Aufruf in meiner Heimatstadt Stollberg. "Helft Maxi" hieß der Spruch auf den Plakaten und im Internet.
Solche Aktionen kannte ich nur flüchtig, also informierte ich mich. Ich bin schon eine Weile Blut- und Blutplasmaspender. Von daher war mir eigentlich gleich klar, dass ich gar nicht anders kann. Also redete ich mit meiner Freundin und hab sie auch gleich zur Typisierung mitgenommen. Das einfachste der Welt: Mund auf, Stäbchen rein, fertig. Das ist jetzt schon ein paar Jahre her gewesen, sodass ich mit keinem Gedanken mehr an dieses Thema dachte. Eines Tages, im Februar 2014 bekam ich dann einen Anruf einer netten Dame aus Dresden. Verein für Knochenmark- und Stammzellspenden, ob ich immer noch einer Stammzelltransplantation zustimmen würde. Es gibt einen Patienten, dessen Merkmale scheinbar mit meinen übereinstimmen. Aber ein anschließender Bluttest muss noch gemacht werden, um alle wichtigen Merkmale zu testen. Es war sehr dringend.

Für mich war nun klar, dass jemand dringend Hilfe braucht. Bei der Voruntersuchung wurde ich direkt von zu Hause abgeholt und auch wieder nach Hause gebracht. Da wird mal richtig gecheckt. Dort bekam ich die wichtigen Medikamente und eine Box um mein Blut an ein Labor zu senden. Der Bluttest kann beim Hausarzt oder wie ich bei der nächsten Blutspende gemacht werden. Als die Auswertung da war, bekam ich Herzklopfen. Alles passte! Nun war auch der Tag gekommen, an dem ich mit auf die Transplantation vorbereiten musste. Es gibt 2 Möglichkeiten Stammzellen zu spenden. Eine Blutstammzellspende indem man sich Medikamente spritzt und die Blutstammzellen über die Armvene gefiltert werden oder eine Knochenmarkentnahme über den Beckenkamm. Letzteres wäre dann eine OP. Die Ärzte haben sich bei mir für eine Blutstammzellentnahme entschieden. Fünf Tage lang verabreichte ich mir dann das Medikament per Spritze in den Bauch. Die Nebenwirkungen sind bei jedem Menschen etwas anders. Das Medikament sorgt dafür, dass mehr Stammzellen gebildet werden und in die Blutbahn "schwemmen".

Die ersten Tage merkte ich nix. Aber dann kamen Knochenschmerzen und grippeähnliche Symptome dazu. Die letzte Nacht konnte ich vor Aufregung nicht schlafen. Am Morgen wurde ich dann wieder nach Dresden gebracht. Und dann ging es auch schon los. Es nicht viel anders als eine Blutspende, dauert im Gegensatz zu dieser aber 4 Stunden. Die Zeit verging schnell. Man kann dort DVDs schauen oder nimmt sich ein Buch mit. Nach der Spende gab es noch etwas zu Essen. Dann bin ich nochmals wie besprochen zum VKS gegangen, wo das freundliche Team schon auf mich wartete. Wir werteten die Spende kurz aus und eine Urkunde gab es auch noch dazu. Schon am nächsten Tag waren die Nebenwirkungen weg und ich fühlte mich super. Sollte ich irgendwann noch einmal für solch eine Spende in Frage kommen, werde ich es wieder tun. Ich kann jedem nur raten sich Typisieren zu lassen. Eine kleine Spende mit großer Wirkung.

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