Meine Stammzellspende

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Stammzellspender Christian Hurztig berichtet über seine besondere Erfahrung.

Der Spruch von Monika Minder „Die Tage nehmen dem Leben etwas von dem, was es ist. Wir können jedoch dem Leben etwas geben von dem, was wir sind.“ passt zu meiner Geschichte und ist mir seitdem besonders ans Herz gewachsen.

Das Leben ist mir schon immer sehr wertvoll und durch die Geburt meiner beiden Söhne habe ich es noch mehr zu schätzen gelernt. Deshalb war es keine Frage, mich als potenzieller Stammzellspender beim Verein für Knochenmark- und Stammzellspenden e. V. (VKS) typisieren zu lassen. Durch eine Bekannte, die bei der Heimerer Akademie arbeitet und diese auch vor Ort Typisierungen für den VKS vornehmen, war die Registrierung schnell erledigt. Eine Typisierung ist schmerzfrei und geht schnell. Zwei Wattestäbchen, Speichel aus dem Mund, einschicken und fertig.

Es vergingen zwei Jahre und schon bekam ich einen Anruf vom VKS mit der Nachricht, dass ich als Spender infrage komme. Ich??? … Toll! Und es stellte sich mir NIE die Frage, ob ich es mache oder nicht. Ich kann Leben retten. Nur dieses Gefühl war für mich wichtig, denn auch jeder von uns kann in die Lage kommen auf eine lebensrettende Spende angewiesen sein.

Ein Bluttest – die sogenannte Bestätigungstestung - bei meinem Hausarzt ergab, dass ich definitiv als Spender für meinen Patienten infrage komme. Es wurde dann mithilfe des VKS ein Termin für die Voruntersuchung in der Uniklinik Dresden vereinbart. Zu diesem Termin wird man auf den Kopf gestellt und es wird geprüft, ob gesundheitlich einer Spende nichts im Wege steht. Ein paar Tage später kam der Anruf, dass es losgehen kann. JA, ich darf Spenden!

Nach dem mir 4 Tage Spritzen verabreicht wurden (damit die Stammzellen vom Knochenmark ins Blut übergehen können), wurde ich mit dem Taxi nach Dresden geholt und ich spendete Stammzellen. Dieses geschieht ganz ohne OP.

Bei dem gesamten Vorgang wurde ich sehr lieb von den Mitarbeitern des VKS betreut. Mir wurden alle Fragen beantwortet und die organisatorischen Dinge um die Stammzellenspende herum abgenommen. Hiermit möchte ich mich beim gesamten Team des VKS ,  besonders bei meiner Betreuerin Christiane Uhlig, bedanken. Ich schätze ihre Arbeit sehr.

In Gedanken bin ich sehr oft bei dem Patienten, der meine Stammzellen erhalten hat, um geheilt zu werden und bin voller Hoffnung, dass ich ihm helfen konnte. Denn ich denke, dass für ihn das Leben genauso wertvoll ist wie für mich.

Ich würde es immer wieder tun! Denken auch Sie darüber nach!

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