Meine Stammzellspende

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"Was gibt es Schöneres, als einem erkrankten Menschen neuen Lebensmut geben zu können."

Andreas Franzl über seine Stammzellspende

Mein Name ist Andreas Franzl, ich bin 1972 in Mittweida geboren und lebe seit 1999 als lediger, junger Mann in Kriftel, wo ich im Main-Taunus-Zentrum mit viel Freude meinem Beruf als Koch nachgehe.

Bei einer Aktion in Frankenberg ließ ich mich 1998 als potenzieller Stammzellspender registrieren. Anlass war ein Aufruf, einem an Leukämie erkrankten Kind zu helfen. Für mich und meine damaligen Arbeitskollegen war es selbstverständlich, dass wir uns geschlossen als Spender testen lassen. Seitdem stehe ich als freiwilliger Spender zur Verfügung.

Bereits Ende 1999 kam ich in die engere Wahl als Spender für einen erkrankten Patienten. Bei der zweiten Typisierung stimmten meine Gewebemerkmale allerdings nicht genau mit denen des Patienten überein und ein anderer Spender musste gefunden werden. Nun wurden im Mai 2000 meine Merkmale erneut für einen Erkrankten auf Übereinstimmung überprüft und danach bekam ich die Mitteilung, ich sei der geeignete Spender. Mein Arbeitgeber war sofort bereit, mich zu unterstützen. Ich hatte also von dieser Seite grünes Licht und brauchte mir keine Gedanken zu machen.

Dann wurde vom Verein für Knochenmark- und Stammzellspenden alles Nötige in die Wege geleitet, denn die Voruntersuchungen fanden in Dresden statt. Durch Erbanlagen bedingt, habe ich schon längere Zeit Gicht und bin deshalb in ärztlicher Behandlung. Die Ärzte waren jedoch mit meinem allgemeinen Gesundheitsstand zufrieden, sodass es keinerlei Bedenken für die Spende gab. Nach drei Wochen weilte ich also wieder in Dresden, denn da fand auch die Entnahme der Stammzellen statt. Das Wachstumshormon, welches einige Tage zuvor in Form einer Injektion erfolgt, spritzte ich mir selber und hatte keinerlei Probleme damit.

Die Entnahme gestaltete sich am Anfang etwas schwierig, da meine Venen sich schwer finden ließen. Aber auch diese kleine Hürde war überwindbar und die Stammzellen konnten abgesammelt werden. Während dieser Dauer konnte ich mir verschiedene Videos ansehen, wodurch die Zeit etwas kurzweiliger war. Reichlich drei Stunden dauerte die Spende und ich bin dabei von den Ärzten und Mitarbeitern gut umsorgt worden.

Aus heutiger Sicht würde ich jederzeit wieder als Spender zur Verfügung stehen.
Meine Bitte ist deshalb: Werden Sie Spender. Was gibt es Schöneres, als einem erkrankten Menschen neuen Lebensmut geben zu können.

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