Gewebemerkmale

Gewebemerkmale sind spezifische Eiweißmoleküle auf der Oberfläche der meisten Zellen unseres Körpers. Sie kommen unter anderem auch auf den weißen Blutzellen, den Leukozyten, des Menschen vor und lassen sich hier am leichtesten nachweisen. Daher bezeichnet man sie auch als Humane Leukozyten Antigene oder kurz genannt HLA-Antigene.
Jeder Mensch verfügt über mindestens 6 verschiedene Gruppen von HLA-Antigenen: HLA-A, HLA-B, HLA-C, HLA-DR, HLA-DQ und HLA-DP. Alle diese Antigene helfen dem Immunsystem Bakterien und Viren zu identifizieren.
Die Gene, die für die Ausprägung dieser 6 verschiedenen Merkmalsgruppen verantwortlich sind, besitzen verschiedene Formen. Man bezeichnet sie als Allele. Sie bewirken, dass sich die spezifischen Eiweißmoleküle der einzelnen HLA-Antigen-Gruppen, z. B. für das Merkmal HLA-B von Individuum zu Individuum trotz vieler Gemeinsamkeiten unterscheiden.
Insgesamt sind bisher mehr als 1300 verschiedene HLA-Allele bekannt.

HLA-Antigene werden kodominant also gleichberechtigt vererbt. Das heißt jeder Mensch besitzt für jede Merkmalsgruppe (HLA-A, HLA-B, HLA-C, HLA-DR, HLA-DQ und HLA-DP) zwei spezifische Eiweißmoleküle auf seiner Zelloberfläche, eins von der Mutter und eins vom Vater.
Insgesamt wären das also 12 verschiedene Moleküle.